Amy Sia über die Freiheit abstrakter Malerei, über das Reisen und die Macht von Pinterest.

Was ist dein Hintergrund? Hast du Kunst oder Illustration studiert? Hast du noch andere Jobs gemacht, bevor du angefangen hast, als Künstlerin zu arbeiten? 

Ich habe an der RMIT Universität in Melbourne Modedesign studiert. Danach habe ich sowohl als Designerin als auch in der Produktion für einige Firmen in Australien gearbeitet, von Luxuslabels bis hin zu Modeketten, sowohl im Bereich Damen- als auch Kindermode.

 

Wie gestaltet sich deine Recherche?

Das ist ganz unterschiedlich und hängt vom Projekt ab. Manchmal denke ich zuerst darüber nach, wofür ich ein bestimmtes Werk kreiere, wer es kaufen wird und auf welcher Art von Produkt es zu sehen sein wird und starte dann von dieser Basis. Ich erstelle Moodboards mit Inspirationen, mal analog, mal bei Pinterest. Wenn ich in einer Ausstellung war oder Fotos zu einem bestimmten Thema habe, fließen auch die mit in den Ideen-Pool. Und dann ist es Zeit, mit dem Malen zu beginnen!

 

Was macht dir abgesehen von deiner Arbeit am meisten Spaß? Fühlt sich Malen für dich überhaupt an wie Arbeit?

Am meisten mag ich es zu malen, shoppen zu gehen und mir Kunst anzusehen. Malen fühlt sich eigentlich nicht wie Arbeit an, aber wenn ich eine Weile nichts gemalt habe, kann es schwierig sein, einen Einstieg zu finden. Abgesehen von allem, was mit meiner Arbeit zu tun hat, liebe ich es zu reisen, essen zu gehen, Cocktails zu trinken oder zu kochen.

 

Du hast jede Menge Social Media-Fans, besonders bei Pinterest. Ist Pinterest dein liebstes soziales Netzwerk? Wenn ja, warum magst du es besonders und warum glaubst du folgen dir die Leute?

Pinterest ist tatsächlich mein Favorit! Ich nutze es für die Arbeit aber auch einfach zum Spaß. Wenn ich auf der Suche nach Inspiration für ein neues Werk oder eine neue Kollektion bin, dann ist Pinterest meine erste Adresse um Ideen zu sammeln. Es ist aber auch super, Sachen, die ich online gesehen habe, dort zu markieren oder zur späteren Referenz abzuspeichern.

Ich nutze Pinterest auch, um Rezepte, Einrichtungsideen oder DIYs, die ich ausprobieren möchte, zu sammeln. Es ist für mich zu einem Sammelalbum geworden, das organisiert und online jederzeit zugänglich ist!

Vielleicht folgen die Leute mir, weil es einen Einblick in meine Gedankenwelt als Designerin ermöglicht?

Du hast viel mit großen Modemarken und Herstellern zusammen gearbeitet. Wie nimmst du die Modewelt war (in London aber auch generell)?

Ich fühle mich mittlerweile gar nicht mehr so stark involviert im Modebusiness, da ich nicht mehr für eine bestimmte Marke arbeite, aber es macht mir immer noch Spaß zu sehen, was da so alles entsteht. Mode in London hat viel Charakter und ist manchmal auch etwas schrägt, das macht sie so interessant.

 

Wenn du mit einer Modeikone oder einem Künstler zusammenarbeiten könntest (egal ob bereits verstorben oder noch am Leben) – wer wäre das und warum?

Für mich könnte das nur der belgische Designer Dries Van Noten sein – ich liebe seine Art, Drucke, Stickereien und Verzierungen zu nutzen und daraus ungewöhnliche, wunderschöne Mode zu machen.

 

Wie sieht das Projekt deiner Träume aus?

Ich würde zu gerne mal eine Geschirrserie machen.

 

Danke, Amy!