Der belgische Künstler Sammy Slabbinck verwendet für seine Arbeiten am liebsten Bilder aus alten Zeitschriften, um daraus zeitgenössische Collagen zu kreieren. Indem er mit Worten spielt und sich bis in Bereiche der Surrealität vorwagt, schafft Slabbinck künstlerische Parallelwelten mit viel Raum für Interpretation. Wir haben uns mit ihm bei einem Bier über die Schönheit des Unvollkommenen und die der einfachen Dinge unterhalten.

Was trinkst du am liebsten zur Happy Hour?

Ein kaltes Bier.

 

Du kommst aus Belgien, dem Zentrum des europäischen Comics. Wie haben Comics bzw. die Art, wie Themen darin verarbeitet werden, deine künstlerische Arbeit beeinflusst?

Ich würde sagen sie hatten großen Einfluss auf meine Arbeit. Ich habe als Kind viele Comics gelesen. Heute schnappe ich mir ab und an mal eine Graphic Novel. Ehrlichgesagt sind Comics heute nicht mehr ganz so mein Ding. Gib mir ein gutes Buch und ich bin glücklich.

 

Was wolltest du als Kind gerne werden?

Astronaut.

Du verwendest für deine Arbeiten gerne Bildmaterial aus den 50er- und 60er-Jahren, das du in einen modernen Kontext setzt. Was hat, diese Ära, das die Gegenwart nicht hat?

Viele der Fotografien aus der Zeit besitzen eine bestimmte Körnigkeit. Ich finde diese Unvollkommenheit sehr reizvoll. Mich spricht diese Ästhetik viel stärker an als die extrem gephotoshoppten Bilder, die wir heute überall in Zeitungen und Magazinen sehen. Ich liebe es, mit der Unschuld zu arbeiten, die in alten Werbeaufnahmen oft mitschwingt.

 

Du arbeitest häufig mit Übertreibungen und lässt gerne Wertevorstellungen aus Vergangenheit und Gegenwart aufeinander treffen. Wie gehst du an ein neues Werk heran?

Meistens beginnt alles mit einer Verbindung: Ich finde ein herumliegendes Foto, das eine Botschaft hat und meine Fantasie brennt damit durch. Dann suche ich nach den richtigen Bildern, die ich dazu kombinieren kann und auf denen sich eine visuelle Geschichte aufbauen lässt.

 

Welches deiner Werke, die bei JUNIQE zu haben sind, ist dein liebstes und warum?

Solid Advice ist definitiv eines meiner Lieblinge. Ein einfaches Bild mit einer einfachen Botschaft, das die Leute anspricht und sie inspiriert.

 

Wo findest du Inspiration für deine Arbeit?

Am häufigsten in meiner Sammlung alter Magazine und Bücher. Ich habe jahrelang Magazine aus den 50er-, 60er- und 70er-Jahren gesammelt. Sie sind eigentlich immer der Startpunkt für ein neues Design. Es gibt kaum etwas, das mehr Spaß macht als durch alte Magazine zu blättern und interessante Bilder zu suchen.

 

Wie sähe ein perfekter Tag in deinem Leben aus? Beschreibe uns deinen Traumtag einmal im Detail.

Ich würde früh aufstehen, gemütlich frühstücken und die Zeitung lesen. Wenn das Wetter gut wäre, würde ich am Strand abhängen. Und in einer schönen Bar würde ich den Tag in netter Gesellschaft beschließen.

 

Wo und wie kannst du am besten abschalten?

Ich entspannte am besten mit den Dingen, die ich in der vorigen Antwort aufgezählt habe.

 

Traum oder Wirklichkeit?

Träume von einer besseren Wirklichkeit?

 

Danke, Sammy!

 
 
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