Bevor es losgeht

1. Brainstorming

Wo und Wie möchtest du deine Bilder aufhängen? Wichtig ist: Die eine perfekte Art und Weise gibt es nicht. Passt die Art deiner Hängung zum Raum? Kommt das mit der Deckenhöhe hin? Eine Faustregel diesbezüglich besagt, dass Poster & Prints ca. 1,60 Meter über dem Boden angebracht werden sollten (Mehr Details zum Thema Höhe findest du hier.) Aber natürlich kommt es vor allem auf deinen eigenen Stil und persönlichen Präferenzen an. Wie soll die Gallery Wall deiner Träume am Ende aussehen? Schließ’ die Augen und stell’ sie dir zunächst einmal vor.


2. Versuch & Irrtum

Auch wenn es verlockend ist: Greife nicht sofort zum Hammer, sondern starte lieber einen ersten Versuch auf dem Boden und lege dir deine Bilder in der gewünschten Anordnung zurecht. Sobald du dich für ein Layout entschieden hast, lass eine Freundin oder einen Freund alles manuell an die Wand halten, bevor es ans Aufhängen geht.

3. Sicher ist sicher

Falls du vorhast, Löcher zu bohren, um eventuell größere Bilderrahmen aufzuhängen: Hier ist Vorsicht angesagt. Ob Rohre oder elektrische Leitungen - du kannst nie ganz sicher sein, was hinter deinen Wänden lauert. Wenn du Bedenken hast, versuche es mit einem Kabeldetektor (wird oft auch “Ortungsgerät” genannt) oder wirf einen Blick auf die Baupläne - vorausgesetzt, du befindest dich im Besitz selbiger. Und last but not least: Vor dem Bohren Strom abschalten.

Wenn du ungern deine Wände beschädigen möchtest, findest du weiter unten ein paar Tipps, wie du deine Bilder ohne Bohren aufhängen oder zur Geltung bringen kannst.

Der perfekte Rahmen

Bilderrahmen sind der ultimative Gamechanger, wenn es darum geht, deine Prints so richtig zur Geltung zu bringen und deinen Bildern die Aufmerksamkeit und Wertigkeit zu schenken, die sie verdienen. Hier stellt sich jedoch die wichtige Frage: Welcher Rahmen ist der Richtige, um deine Bilderwand zu gestalten?

Holz oder Kunststoff, Schwarz oder Weiß, Gold oder casual? Für einen eklektischen Boho-Stil bietet es sich an, verschiedene Farben und Materialien zu kombinieren - zum Beispiel Vintage-Gold mit weißen Rahmen aus Holz. Schwebt dir allerdings ein etwas klassischerer Look vor, erzeugen schwarze Holzrahmen mit Passepartout schlichte Eleganz und lassen deine Prints aussehen, als kämen sie gerade frisch aus der Galerie.

Bevor du beginnst, kannst du auch überlegen, welche Rahmen am besten zueinander passen, um eine fließende, zusammenhängende Ästhetik zu schaffen. Falls du mit mehreren Stilen arbeiten willst, solltest du möglichst vermeiden, zu viele der gleichen Rahmentypen nebeneinander zu hängen.

Insidertipp: Kleinere Prints lassen sich mit klobigen, “chunky” Bilderrahmen zur Geltung bringen. Solltest du für größere Poster hingegen subtile, schlanke Rahmen verwenden, kannst du die Balance zwischen Bildern unterschiedlicher Größe spielend aufrecht erhalten.

Bilderwand gestalten: Das richtige Layout

Es gibt verschiedene Raster, nach denen du dich orientieren kannst, wenn es um die Gestaltung bzw. das Layout deiner Gallery Wall geht. Welches Raster passt zu deinem Style?


1. Klassischer Stil

Klare Linien, Symmetrie und Minimalismus sind für dich das Maß der Dinge? Dann sollten das strenge Raster oder die Reihenhängung die richtige Wahl für dich sein.


2. Boho-Style

Du willst originell bleiben und ein Statement setzen. Wie wär’s mit einem Medley aus verschiedenen Größen und Farben, um deiner Bilderwand so viel Persönlichkeit zu schenken, wie nur möglich? Entscheid’ dich für ein lockeres Raster oder ein Patchwork aus unterschiedlichen Rahmen. Und wenn du ganz mutig bist und der Platz es hergibt: Tob’ dich mit einer Hängung im Salon-Stil aus.


3. Eklektisch

Vielleicht möchtest du aus deinen schön verputzen Wänden keinen Schweizer Käse machen. Vielleicht hast du auch einfach nur vergessen, wem du deine Bohrmaschine geliehen hast. Bilder aufhängen ohne Bohren geht genauso gut - und erhöht die Chancen, irgendwann mal diese Kaution zurückzubekommen...

Bilderwand gestalten: Das richtige Raster

Kreiere ein Gefühl der Harmonie in deinem Zimmer, indem du deine Bilder in einheitlicher Rasteranordnung aufhängst. Dies ist übrigens eine tolle Lösung, wenn du mehrere Poster in ähnlicher Größe hast.

So geht’s:

• Stell dir deine Bilderwand als Gesamtkunstwerk vor: Das kollektive Ganze zählt.

• Nutze gleichfarbige Rahmen aus dem gleichen Material. Das gilt auch für die einzelnen Bilder – wähle ein Farbschema, welches als roter (bzw. blauer, grüner, gelber) Faden fungiert.

• Lass’ zwischen jedem Design einen Abstand von 4–5 cm. Je größer die Prints, desto größer können die Zwischenräume sein.

Insidertipp: • Das strenge Raster funktioniert am besten mit Prints, die über ein gemeinsames Farbschema oder Thema verfügen.

Die Reihenhängung

Du hast Poster in verschiedenen Größen? Keine Sorge! Du kannst sie einfach horizontal in einer Reihe ausrichten.

So geht’s:

• Je nach Einrichtung und Raumgröße kannst du deine Prints auf Ober- oder Unterkante hängen oder sie an ihrer Mittelachse ausrichten – erlaubt ist, was gefällt!

Insidertipp: Warum nicht mit Bildern eine Geschichte erzählen? Indem du typografische Designs, farbenfrohe Illustrationen oder abstrakte Kunstwerke kombinierst, kannst du deine Bilderwand gestalten und all deine Gäste gleichzeitig auf eine künstlerische Reise schicken.

Die Salonhängung

Hast du schon mal was von der Eremitage in St. Petersburg gehört? Sie ist regelrecht zugepflastert mit Gemälden. Und: Die Anordnung der Kunstwerke ist wunderschön. Folge diesem Paradebeispiel und versuche, viele Prints dicht nebeneinander aufzuhängen, um deine Collection in all ihrer Hülle & Fülle zu zeigen.

So geht’s:

• Wirf die Grundregeln der Ästhetik über Bord und folge beim Bilder Aufhängen deinem Bauchgefühl. Denn am Ende des Tages bist du es, die oder der jeden Tag in den Genuss deiner Bilderwand kommt.

• Beginne in der Mitte und arbeite dich Schritt für Schritt bzw. Bild für Bild nach außen vor. So kannst du deine Gallery Wall nach und nach wachsen lassen und musst sie nicht jedes Mal neu gestalten, wenn ein neues Piece dazu kommt.

• Wie oben bereits erwähnt: Ordne deine Bilder auf dem Boden an, bevor du sie aufhängst. Sie nebeneinander zu legen ist ein simpler, aber effektiver Weg, um herauszufinden, ob sie wirklich gut zusammen aussehen.

Insidertipp: Stecke die Ränder deiner Bilderwand mit Kreppband ab, um beim Aufhängen im Rahmen zu bleiben. Damit die Ränder schön gerade sind, nutze eine Wasserwaage oder die Wasserwaagen-App deines Smartphones. Prüfe, ob deine Rahmen auf einer Linie mit dem Kreppband liegen und stelle so sicher, dass alles - buchstäblich - im Rahmen bleibt.

Das lockere Raster

Du bist Profi und Fan des kreativen Chaos’? Voilà: Das lockere Raster! Es funktioniert besonders gut mit Prints verschiedener Größen, wobei dein Ziel darin bestehen sollte, eine vertikale Linie zu finden.

So geht’s:

• Eine Methode besteht darin, deine Bilder auf beiden Seiten einer imaginären Linie zu platzieren. So kreierst du ein tolles Zusammenspiel aus Ordnung und Unordnung.

• Alternativ kannst du versuchen, eine Reihe gleich großer Prints zwischen zwei Reihen unterschiedlicher Größe zu platzieren, um einen Spiegeleffekt zu erzeugen.

Insidertipp: Mit einer lockeren Rasterhängung, die sich über zwei aneinander liegende Wände erstreckt, kannst du jede noch so vernachlässigte Ecke deines Zimmers zum Leben erwecken. Außerdem lässt sich so ein kleiner Raum dynamischer gestalten - und zwar ohne, dass er überladen wirkt.

Die Rahmen-Collage

Manchmal ist es gut, ein bisschen aus dem Rahmen und Raster zu fallen. Wie wäre es mit einer bunten Collage aus all deinen Kunstwerken? Was die Rahmen-Collage von einer klassischen Salonhängung unterscheidet, ist die Nähe der Bilder zueinander und die Einheit der Designstile. Eine Collage ist übrigens besonders dann ein Hingucker, wenn deine Rahmen in ähnlichen Farben gehalten sind.

So geht’s:

• Wähle für deine Bilderwand Motive, die derselben Farbpalette oder einem bestimmten Stil angehören.

• Am besten die Bilder so aufhängen, dass sie sich berühren. Je enger sie aneinander liegen, desto größer ist der Gesamtkunstwerk-Effekt.

Insidertipp: Bringe die größeren Formate auf der rechten Seite an, statt sie links oder in der Mitte anzuordnen. So entsteht eine angenehme Balance, die dem Auge schmeichelt.

Bilder aufhängen ohne Bohren


Bilder an die Wand lehnen

Indem du deine Prints lässig im Loft-Stil an die Wand lehnst, schaffst du im Handumdrehen einen eleganten, lässigen Look. Unterschiedlich große Rahmen, die hintereinander gestellt werden, erzeugen zudem Tiefe und ein mehrschichtiges Aussehen. Locker an die Wand gelehnt entfalten großformatige, gerahmte Kunstdrucke ihre Wirkung nicht nur besonders gut - indem du auf das Aufhängen verzichtest, bleibst du außerdem flexibel und kannst dein Bild ohne Aufwand neu positionieren, wann immer dir danach ist.


Bilder mit Klebeband aufhängen

Wusstest du, dass 4 Klebestreifen ein Gewicht von bis zu 2 kg halten können? Sie eignen sich somit auch für größere bzw. schwerere gerahmte Prints. Wenn du deine Wandkunst mit Klebeband aufhängst, kannst du jedes der oben erwähnten Layouts realisieren - ohne das Risiko, deine Wände zu beschädigen. Darüber hinaus sind sie leicht ablösbar, falls du deine Meinung über Print-Position ändern solltest, oder du einfach Lust hast, bestimmte Designs zu ersetzen und etwas Neues auszuprobieren.


Bilder auf eine Bank, einen Stuhl oder ins Regal stellen

Finde einen Ehrenplatz für deine Bilder ein, zum Beispiel in einem Wand- oder Bücherregal. Auch eine Möglichkeit: Ein Regal, welches ausschließlich deinen Lieblingsprints gehört! Auch auf einer kleinen Bank kannst du deine Bilder präsentieren und thronen lassen, ohne sie aufhängen zu müssen. Zusätzliche Details, wie Bücher, Pflanzen oder Trockenblumen sorgen für mehr Persönlichkeit und runden das Gesamtbild ab.

Bilder aufhängen: Was ist die optimale Höhe?

Für welche der vielen Optionen du dich auch entscheidest, um deine Bilderwand zu gestalten: Versuche stets, die Mitte eines jeden Bildes ungefähr auf Augenhöhe zu platzieren. Dies kann je nach Größe der Rahmen und Höhe deiner Decken variieren. Als allgemeine Faustregel gilt jedoch ein Abstand von 1,6 m vom Boden aus.

Wenn du mehrere Bilder in einem Raster aufhängst, behandle sie alle als ein Set - ihr gemeinsamer Mittelpunkt sollte dann ebenfalls etwa 1,6 Meter hoch sein.

Das alles kann natürlich von Wohnung zu Wohnung unterschiedlich sein. Möbel und andere Gegenstände müssen ebenfalls berücksichtigt werden - auch Fenster oder Tür können helfen, die richtige Höhe zu finden. Du kannst die Anordnung entsprechend anpassen und deiner Bilderwand so den letzten Schliff verleihen.

Und da wären wir auch schon. Du bist der hohen Kunst des Bilder aufhängens ein Stückchen näher gekommen. Wir hoffen, dass die Gestaltung deiner Gallery Wall nun weniger eine Herausforderung als vielmehr die perfekte Gelegenheit für dich ist, kreativ zu werden. Und weil wir ziemlich neugierig und gespannt auf dein Ergebnis sind: Teil’ dein Resultat gerne auf @juniqeartshop! Oder, falls dir für deine Bilderwand noch das ein oder andere Kunstwerk fehlt: Entdecke hier inspirierende, bezahlbare Designs und mach’ deine Sammlung komplett.

 
×