Gestalte deine Galerie

Wie kannst du deine Prints zuhause am besten in Szene setzen? Hier sind ein paar Ideen.

Strenges Raster

Besonders Bilder einer Serie sind in einem streng symmetrischen Raster gut aufgehoben. Entscheide je nach Raumgröße und Anzahl der Bilder, wie viele Reihen und Spalten dein Raster haben soll. Beim Zusammenstellen solltest du folgende Dinge beachten:

  • Stelle dir das Ergebnis als ein einziges Bild vor. Das gilt auch für Bildpaare, egal ob du sie über- oder nebeneinander hängst.
  • Platziere die Bilder in einem streng abgemessenen Rechteck an der Wand.
  • Die Rahmen hängen auf Kante und die Abstände sind an allen Seiten gleich.
  • Bilderrahmen, Passepartouts und Motive haben alle dasselbe Format.
  • Praktischer Tipp: Versieh einen Faden am einen Ende mit einer Schlaufe, am anderen Ende mit einem kleinen Gewicht. Sobald du die oberste Reihe Haken oder Nägel in die Wand gebracht hast, hänge den Faden daran auf. So schaffst du dir eine Hilfslinie und es ist leichter, Markierungen zu setzen und die nächste Reihe exakt an der obersten Reihe auszurichten.

Reihe

Du kannst Bilder gleicher und unterschiedlicher Formate in eine Reihe hängen.

  • Beachte beim Festlegen der Position der einzelnen Prints die Blickrichtung des Betrachters: Sehr wahrscheinlich wird das instinktiv die Leserichtung von links nach rechts sein.
  • Verschiedene Größen hängst du je nach Geschmack auf Kante (Ober- oder Unterkante) oder richtest sie symmetrisch an ihrer Mittelachse aus.

Salonhängung

Die Salon-Hängung wird, zurückgehend auf den Eremitage-Palast in St. Petersburg, auch "Petersburger Hängung" genannt. In einer solchen bunten, lockeren Gruppierung kannst du die ganze Bandbreite deiner Kunstsammlung zeigen.

  • Experimentiere ruhig mit unterschiedlichen Stilen und Motiven!
  • Perfektionismus in der Abmessung ist unnötig: Rahmen, Drucke und Passepartouts können verschiedene Größen und Formate haben, die Abstände müssen nicht gleich sein.
  • Fang in der Mitte an arbeite dich nach außen vor.
  • Deine Galeriewand kann auch in auf Möbeln, Regalen oder Bilderleisten aufgestellte Bilder “übergehen”.
  • Arrangiere die Prints am Boden vor, um einen Eindruck vom Ergebnis zu bekommen. Hast du dich für eine Anordnung entschieden, kannst du sie an die Wand übertragen.
  • Bei der Komposition zählt vor allem, dass sie sich für dich „richtig anfühlt“ – du wirst sie dir schließlich am öftesten ansehen.
  • Nutze Tape, um eine Begrenzung festzulegen, wenn die Bilder beispielsweise nur über dem Sofa hängen oder mit einer Schräge abschließen sollen. Klebe eine Hilfskontur auf, die du später wieder ablöst.

Lockeres Raster

Du suchst einen Mittelweg zwischen strenger Symmetrie und kreativem Chaos? Wähle ein Raster, das sich an einer Symmetrieachse orientiert, aber aus Prints verschiedener Größen besteht.

  • Hänge zwei Reihen verschiedengroßer Prints so auf Kante, dass die sich nahe liegenden Kanten parallel sind.
  • Oder platziere zwischen zwei solche Reihen eine Reihe gleichgroßer Prints, die quasi als Spiegelachse funktioniert.
  • Die Spiegelachse kann horizontal oder vertikal verlaufen.

Rahmen-Collage

Der Setzkasten: Stelle einen Zusammen-Hang her! So kannst du deine Bildauswahl als Gesamtkunstwerk präsentieren.

  • Wähle für diese Hängung Motive, die derselben Farbwelt oder einem bestimmten Stil angehören.
  • Stelle mehrere Rahmen aus dem gleichen Material nach dem Setzkastenprinzip zusammen und hänge sie so, dass sie sich gegenseitig berühren.

Anders aufhängen

Alte Klemmbretter eignen sich wunderbar, um kleinere, ungerahmte Prints ungewöhnlich in Szene zu setzen. Auch an Hosenbügeln, an einer Schnur oder einem Draht mit einfachen Klemmen lassen sich Prints aufhängen und einfach um- und neu arrangieren.

Buntes Klebeband

Mit buntem Washi Tape oder Masking Tape bringst du Bilder auf etwas verspieltere, lockerere Art an die Wand: Solches Reispapier-Klebeband ist spurenlos wiederablösbar.

Die richtige Höhe

Wenn du ein einzelnes Bild aufhängst, sollte sein Zentrum ungefähr auf Augenhöhe sein (ca. 1,60 m). Die Augenhöhe kann dabei variieren: Über der Sitzecke im Wohnzimmer dürfen die Drucke beispielsweise ein wenig tiefer hängen als im Flur, wo man fast immer steht. Auch dominante Geraden im Raum wie Türoberkanten oder Fensterkreuze sind sinnvolle Anhaltspunkte für die Bilderhöhe.

Vorher testen

Vor allem, wenn du eine größere Anzahl Bilder aufhängst, solltest du die Zusammenstellung vorher testen. Arrangiere die Prints am Boden, um einen Eindruck vom Ergebnis zu bekommen. Hast du dich für eine Anordnung entschieden, kannst du sie an die Wand übertragen. Lass einen Helfer das Bild an die Wand halten und schau es dir an, bevor du die Nägel in die Wand hämmerst.