Vom Schlüpf-Tag bis zum Auszug Vom Schlüpf-Tag bis zum Auszug

Poster für jedes Alter deines Kindes

Poster für jedes Alter deines Kindes

Von tobenden Kleinkindern über fantasievolle Entdecker bis hin zu unabhängigen Individualisten: Jedes Alter deines Kindes ist durch verschiedene Interessen und Entwicklungsstufen geprägt. Wir zeigen dir, wie du die Wände von Kinder- und Jugendzimmern entsprechend gestalten und deinen Liebling so beim Träumen, Lernen oder Selbstfinden unterstützen kannst.

Kleine Rabauken

Neun Monate trägst du dein kleines Wunder im Bauch. Genug Zeit, sich auf die Elternrolle vorzubereiten und auch das Kinderzimmer schön einzurichten. Ab der Geburt begegnet dein Kind der Welt mit großer Neugier, will sie erforschen und verstehen. Deshalb ist es wichtig, von Anfang an ein abwechslungsreiches Umfeld zu schaffen, das die Entwicklung deines Sprösslings fördert und seinen Entdeckerdrang stillt. Für die taktile Förderung bieten sich dabei Greifringe, Holzspielzeuge oder Kuscheltiere an, während Spieluhren, Hörspiele oder Kinderlieder die akustische Entwicklung voranbringen. Und auch optisches Input in Form von Bilderbüchern oder Postern kann einiges bewirken.

Wusstest du, dass Babys zunächst nur Schwarz-Weiß sehen und erst ab etwa einem Lebensjahr Farben wahrnehmen können? Das ist aber kein Grund, in den ersten Monaten auf bunte Kinderzimmer-Deko zu verzichten, denn die visuelle Wahrnehmung deines Lieblings entwickelt sich in Riesenschritten und in farbenfroher Umgebung lässt es sich doch auch für dich viel schöner stillen, wickeln und in den Schlaf wiegen. Etwa zur gleichen Zeit können Kleinkinder dann auch einfache Formen erkennen und unterscheiden. Daher bietet es sich an, sich bei der Kinderzimmerwand-Gestaltung auf Grundfarben und -Formen zu konzentrieren. Unser Tipp: Fröhliche Sonnen, wiedererkennbare Tiere und gängige Obstsorten in Primärfarben.

Außerdem bringen farbige Wände Leben in die Kinderwelt, während sich herumliegendes Spielzeug in modularen Möbeln und Kisten schnell und mit wenigen Handgriffen platzsparend verstauen lässt. Denn sobald dein Nachwuchs krabbeln und mit etwa anderthalb Jahren selbstständig laufen kann, will er toben, hüpfen, flitzen und so können Bauklötze, Puppen und Co. schnell mal im Durcheinander enden.

Verträumte Mini-Wissenschaftler

Mit etwa fünf Jahren kennt dein Liebling alle Grundfarben und kann problemlos bis 10 oder 20 zählen. Die Kindergartentage neigen sich dem Ende zu und die Schulbank wartet schon. Denkprozesse werden nun zunehmend komplexer und “Was?”, “Wieso?”, “Warum?” sind aus seinem Sprachschatz nicht mehr wegzudenken, denn sein Entdeckerdrang ist unermesslich. Stille seinen Wissensdurst mit kunterbunten ABCs, die ihm die Welt der Buchstaben spielerisch näher bringen und auch mal bei den Hausaufgaben weiterhelfen; sowie Illustrationen von Tieren und Pflanzen, die die Unterscheidung von Arten leichter machen.

Doch auch die Fantasie darf in dieser Phase nicht zu kurz kommen. Kinder dieses Alters wollen Träumen, Prinzessin oder Pirat sein und nicht nur am Schreibtisch sitzen. Deshalb: Geschichten vorlesen oder selbst erfinden, verkleiden, Höhlen bauen, basteln und die Kinderzimmerwände fantasievoll dekorieren. Zum Beispiel mit mystischen Welten, Fabelwesen, Tieren mit menschlichen Eigenschaften oder Märchenfiguren – die perfekte Grundlage für kleine Traumtänzer.

Wilde Halbwüchsige

So langsam entwachsen die nicht mehr ganz so Kleinen dem Kinderbett und werden unabhängiger. Statt mit Mami zu schmusen, verbringen die 10- bis 15-Jährigen ihre Zeit nun immer öfter mit Freunden und Schulkameraden. Statt Prinzessin oder Pirat wären sie jetzt lieber YouTube-Star oder Basketballer. Auch wenn es schwer fällt: Jetzt heißt es, loslassen – sowohl von alten Ritualen wie der Gute-Nacht-Geschichte oder dem Sonntags-Familienausflug als auch von verträumter Wandgestaltung und den süßen Miniatur-Möbeln, denn der Abnabelungsprozess ist so wichtig wie unvermeidbar.

Alles soll jetzt erwachsener sein und das Kinder- wird zum Jugendzimmer. Eine gemütliche Couch lädt zum “Abhängen” mit Kumpels ein, ein breites Bett bietet genug Platz für Pyjamapartys mit der besten Freundin und geschlossene Türen schirmen die Heranwachsenden vor Mamas und Papas überwachenden Blicken ab. Auch die Zimmerdeko passt sich den veränderten Interessen an. Spätestens jetzt entscheiden Teenager selbst, was an den Wänden hängen soll. Graphic-Novel-Helden werden jetzt durch schnittige Autos ergänzt, coole Skater von Musik-Stars wie Kanye West oder angesagten Schauspielern.

Flügge-Gewordene

Manchmal früher, manchmal später, aber irgendwann werden aus Kindern zunehmend junge Erwachsene. Prägend für diesen Lebensabschnitt sind Schulabschlüsse, der erste Urlaub ohne Eltern, erste feste Beziehungen und der wachsende Wunsch, das elterliche Nest bald zu verlassen. Jetzt entwickeln sich spezielle Geschmäcker und Interessen und es werden Entscheidungen bezüglich der Berufs- und Studienwahl getroffen.

Diese Entwicklung zeichnet sich auch in der Gestaltung des Zimmers ab: Boygroup-Poster werden abgehängt, Blumen-Bettwäsche weicht Laken in Grautönen, die unzähligen Party-Fotos, Duftkerzen oder Modellautos verschwinden irgendwann in Kisten. Man möchte zeigen, wer man ist und was man werden will – und zwar so individuell wie möglich. Bei Cineasten und Kultfilm-Kennern trifft man daher auf gut ausgewählte Kino-Poster, bei Musikliebhabern auf Konzerterinnerungen oder großformatige Albumcover, bei modebewussten Mikro-Influencern auf angesagte Shopping-Domizile oder Stilikonen, bei Globetrottern und angehenden Reise-Journalisten auf weltweite Traumziele.

Inspirationen gesammelt? Dann spüre mal bei deinem Sprössling nach und gestalte sein Kinder- oder Jugendzimmer mit einfachen Mitteln ganz nach seinen Wünschen und Bedürfnissen. Denn in verwunschenen Spielhöhlen oder coolen Teenager-Kosmen macht das Heranwachsen doch gleich doppelt Spaß.

Text: Ina Schulze

 
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